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Zur Geschichte der Bibliothek

Sowohl in West- wie auch in Ostdeutschland wurde jeweils eine militärgeschichtliche Bibliothek in den 1950er Jahren gegründet. Den Grundstock der Bibliothek des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes bildete zunächst eine vom Bundesministerium der Verteidigung angelegte Sammlung. Sie wurde 1958 nach der Verlegung der Militärgeschichtlichen Forschungsstelle von Langenau bei Ulm nach Freiburg zunächst als Arbeitsbücherei des MGFA genutzt. Seit 1964 stand diese Bibliothek dann auch einem breiteren interessierten Publikum offen.

Die Bibliothek des MGI entstand 1958 aus Beständen der Hochschule für Offiziere der Kasernierten Volkspolizei sowie aus Altbeständen aufgelöster Militär- und Behördenbibliotheken.

Auch sie diente in erster Linie den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Hauses, war aber auch Studenten zugänglich. Nach der Herstellung der deutschen Einheit und der Entscheidung, das MGFA 1994 nach Potsdam zu verlegen, eröffneten sich auch für die Bibliotheken neue Perspektiven: Durch die Zusammenführung des vormals Freiburger Bestandes mit der Bibliothek des 1992 aufgelösten MGI kann jetzt sowohl auf die westdeutsche als auch die ostdeutsche militärhistorische Literatur an einem Standort zugegriffen werden.

Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr wurde 1974 in München gegründet und erhielt ebenfalls eine Bibliothek. 1995 entschied das Bundesministerium der Verteidigung, das Sozialwissenschaftliche Institut nach Strausberg zu verlagern. Nach der Auflösung des Instituts im November 2012 vereinigten sich das MGFA und das Sowi 2013 zum Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften am Standort Potsdam. Somit ist die Bibliothek seitdem für die Literaturversorgung beider Wissenschaftsgebiete zuständig.

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