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Neuerscheinung: "Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr"

von Anja Seiffert und Julius Heß.

Das ZMSBw begleitete und befragte die Angehörigen des 22.  Kontingents ISAF über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren – vor dem Einsatz, während des Einsatzes in Afghanistan, etwa sechs Wochen nach der Rückkehr und dann nochmals drei Jahre später. Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild des Einsatzes und der Lebensrealität von (Einsatz-)Soldaten und Veteranen. Die Einsatzrückkehrer haben die Erfahrungen des Einsatzes überwiegend positiv in ihr Selbstbild integriert. Viele sagen, an dem Einsatz gewachsen zu sein, fühlen sich gelassener, psychisch belastbarer und wissen das Leben in Deutschland jetzt mehr zu schätzen. Das gilt aber nicht für alle Soldaten und Veteranen des Kontingents. Ein kleinerer Teil berichtet von anhaltenden körperlichen oder seelischen Verletzungen sowie von Fremdheitsgefühlen im Alltag. Die Kontingentangehörigen haben eine der intensivsten Phasen des Engagements der Bundeswehr in Afghanistan erlebt. Das ist an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen. Vielen fällt es schwer, außerhalb des Kameradenkreis über ihre Erfahrungen zu sprechen. Dennoch würde eine Mehrzahl erneut freiwillig in den Einsatz gehen.


Die Einsatzrückkehrer sind ganz überwiegend stolz auf das, was sie und ihre Kameraden geleistet haben. Die Bilanz des Afghanistaneinsatzes fällt jedoch insgesamt gemischt aus. Besonders die Ausbildungs- und Schutzkräfte sind skeptisch und halten ein robustes Vorgehen weiterhin für notwendig. Die meisten Einsatzrückkehrer sehen dafür allerdings keinen politischen und gesellschaftlichen Rückhalt – und sie vermissen Anerkennung durch die deutsche Politik und Gesellschaft.

Angaben zum Buch:

Anja Seiffert und Julius Heß, Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr, Potsdam: ZMSBw 2020, 383 Seiten, 15,90 Euro, ISBN 978-3-9415-71-38-9.



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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.