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55. Internationale Tagung für Militärgeschichte in Potsdam vom 2. bis zum 5. Juni 2014:

Dynamik der Globalisierung. Das Deutsche Reich zwischen europäischem Staatenkonflikt und Weltkrieg, 1914-18.

Neuere Forschungen zur Globalisierungsgeschichte haben wiederholt auf die starke transnationale Vernetzung des Deutschen Reiches vor 1914 hingewiesen. Dabei wurde eine eigentümliche Beziehung von Nationalismus und Globalisierung herausgearbeitet, die sich namentlich am wilhelminischen Leitbegriff der Weltpolitik festmachen lässt. Die Internationale Tagung für Militärgeschichte strebt anlässlich des 100. Jahrestages des Kriegsbeginns an, die Erträge dieser Forschung mit Blick auf die Rolle des Deutschen Reiches und seiner Streitkräfte im Ersten Weltkrieg zu überprüfen.

Die Tagung beschäftigte sich einleitend mit der Frage, welche Vorstellungen von der globalen Dimension eines modernen Großkrieges in der politischen und militärischen Führung, in den Streitkräften und der politischen Öffentlichkeit in Deutschland 1914 existierten. Dabei wurde besonders auf das Spannungsverhältnis der beiden Phänomene Globalisierung und Totalisierung eingegangen.

Zusätzlich wurde untersucht, welche Versuche auf deutscher Seite unternommen wurden, globale Ziele und darauf ausgerichtete Strategien zu entwickeln. Dem gegenüber wird aber auch zu untersuchen sein, ob, warum und wie lange traditionelle, kontinentaleuropäische Machtvorstellungen und militärstrategische Muster resistent blieben. sowohl in den Vorträgen als auch den angeregten Diskussionen wurde die Frage aufgeworfen, mit welchen Strategien der Globalisierung des Krieges sich das Deutsche Reich einerseits konfrontiert sah und ob es anderseits überhaupt in der Lage war, solche Globalisierungsstrategien zu entwickeln.

Ein Höhepunkt dieser Tagung war der Abendvortrag von Prof. Dr. Stig Förster, der sich mit dem Preis der europäischen Expansion vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges und der Geschichte der Globalisierung ebschäftigte.

Abschließend befasste sich die Tagung dann auch mit der Frage, welche Bedeutung dem globalen Charakter des Krieges „gegen eine Welt von Feinden“ in der Deutung von Krieg und Niederlage zukam.

Ansprechpartner:
Dr. Markus Pöhlmann (Tel. 0331-9714-543)
OTL PD Dr. John Zimmermann (Tel. 0331-9714-561)


Programm ITMG 2014.pdf
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.