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Dr. Anja Seiffert und Julius Heß beim Entwurf des Fragebogens. (Quelle: ZMSBw)Größere Abbildung anzeigen

Erste sozialwissenschaftliche Langzeitbegleitung von Einsatzsoldatinnen und Einsatzsoldaten sowie Veteranen der Bundeswehr

Mit dem Beginn der schriftlichen Befragung ist ein sozialwissenschaftliches Pilotprojekt der Abteilung Einsatz in die entscheidende Phase getreten.

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) und das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SOWI) wurden Anfang 2013 zum ZMSBw zusammengelegt. Zivile Wissenschaftler, Soldaten und Angestellte beider ehemaliger Häuser arbeiteten eng zusammen, um das Vorhaben zu koordinieren, rund 1200 Fragebögen zu drucken, zu verpacken und zu versenden. Der Projektbereich „Sozialwissenschaftliche Einsatzbegleitung und Einsatzdokumentation“ wird die in der Feldphase erhobenen Daten auswerten.
Bereits im Dezember 2012 befragte der Forschungsbereich „Sozialwissenschaftliche Einsatzbegleitung“ des damaligen SOWI rund 4400 noch aktive Soldatinnen und Soldaten, die 2010 mit dem 22. ISAF-Kontingent in Afghanistan stationiert waren. In einer zweiten Erhebung kommen nun 1200 Veteranen desselben Kontingents zu Wort, die mittlerweile aus der Bundeswehr ausgeschieden sind. Die so genannte Vollerhebung gewährleistet repräsentative Aussagen zu den langfristigen und bleibenden Folgen, Prägungen und Belastungen, die die Teilnahme an einem fordernden und komplexen Auslandseinsatz nach sich zieht: Wie werden die Einsatzzeit und die Erfahrungen aus Afghanistan rückblickend bewertet? Wie haben sie die Soldatinnen und Soldaten – und damit auch die Bundeswehr – verändert? Und wie nehmen Afghanistanveteranen ihre gegenwärtige Situation wahr? 
Die Erhebungen von 2012 und 2013 schließen an eine sozialwissenschaftliche Begleitung desselben Kontingents im Jahr 2010 an. Damals hielt sich das Forscherteam für fünf Wochen im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden Afghanistans auf, begleitete die Soldatinnen und Soldaten vor Ort und führte mehr als 150 Interviews durch. Mit Abschluss des Projekts wird die erste Langzeitstudie über Afghanistanrückkehrer der Bundeswehr vorliegen. Zudem werden erstmals sozialwissenschaftliche Ergebnisse zu Einstellungen, Orientierungen und zur sozialen Lage von Veteranen erhoben. Die Erkenntnisse fließen unter anderem in den laufenden Diskurs über die Veteranenpolitik mit ein, der für Bundeswehr, Politik und Gesellschaft zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.

sozialwissenschaftlichelangzeitbegleitungvoneinsatzsoldaten.pdf
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.