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»Am Rande Europas? Der Balkan – Raum und Bevölkerung als Wirkungsfelder militärischer Gewalt«:

Podiumsdiskussion mit Buchpräsentation im Auswärtigen Amt

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt, der Oldenbourg Wissenschaftsverlag sowie Buch & Service im Auswärtigen Amt luden am 16. Juni 2009 in das Auswärtiges Amt ein.

Programm:

Begrüßung durch Oberst Dr. Hans Ehlert, Amtschef MGFA. Podiumsdiskussion und Buchvorstellung mit

Prof. Dr. Jörg Baberowski (Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin),
Botschafterin Dr. Emily Haber (Beauftragte für Südosteuropa und Türkei im Auswärtigen Amt),
Michael Martens (Balkankorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Belgrad) und
Prof. em. Dr. Holm Sundhaussen (Professor für Südosteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin).

Moderation: Oberstleutnant Dr. Burkhard Köster, Leiter Forschungsbereich Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis (MGFA).
Übergabe des Bandes durch Dr. Christine Autenrieth, Oldenbourg Wissenschaftsverlag

Das Buch:

Der Balkan war Jahrhunderte lang Schauplatz der wechselseitigen Befruchtung und Verschmelzung von Ethnien, Religionen und Kulturen, aber auch Ort gewaltsamer Auseinandersetzungen. Für die Staaten Europas und Russland bildete er ein Objekt der Wirtschafts- und Außenpolitik, der verklärenden Romantisierung wie der Stereotypenbildung gleichermaßen. Auf dem Balkan wurden Stellvertreterkriege ausgefochten, hier prallten Christentum und Islam aufeinander. Unter dem Deckmantel des Krieges brachen seit dem späten 19. Jahrhundert und dann verstärkt während des Zweiten Weltkrieges ethnische und nationale Konflikte aus. Das Ende des jugoslawischen Staates mündete 1991 in Bürgerkriege und ethnische Vertreibungen, die neben neuen Grenzen und Siedlungsstrukturen auch neue Formen internationaler Friedenserhaltung und Friedensbewahrung hervorbrachten. Das Beispiel des seit Februar 2008 unabhängigen Kosovo verdeutlicht die Komplexität regionaler Problemlagen vor der Haustür Europas und die Schwierigkeit ihrer Lösung gleichermaßen.

Im vorzustellenden Band analysieren 22 renommierte Autoren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Balkans. Vertreter der Militärgeschichte kommen ebenso zu Wort wie Südosteuropa-Historiker. Historische Abhandlungen ergänzen Beiträge zu Fragen des Völkerrechts sowie zu aktuellen politischen und militärischen Problemen. Schließlich greift das Buch auch die berechtigte Frage von Politik und Öffentlichkeit auf, was hoch spezialisierte Fachwissenschaftler und ihre Disziplinen zur Analyse aktueller Probleme bzw. zur politischen und damit auch militärischen Entscheidungsfindung im Rahmen der internationalen Krisenprävention und -bekämpfung beitragen können. Die Diskussion auf dem Podium und das Gespräch mit dem Publikum sollen um die genannten Aspekte kreisen.

Am Rande Europas? Der Balkan – Raum und Bevölkerung als Wirkungsfelder militärischer Gewalt. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hrsg. von Bernhard Chiari und Gerhard P. Groß unter Mitarbeit von Magnus Pahl. München: Oldenbourg 2009, 436 S. (= Beiträge zur Militärgeschichte, 68), 39,80 Euro, ISBN 978-3-486-59154-5

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.